Über Diamanten
Ein Diamant ist reiner, kristalliner Kohlenstoff. Allerdings unterscheidet er sich beträchtlich von dem, was wir unter Kohlenstoff kennen: z. B. Graphit, das schwarze Material in den Bleistiften.
Hiervon unterscheidet sich der Diamant elementar durch seine geordnete Kristallform. Ungeschliffene Diamanten bilden vorwiegend Oktaeder und Dodekaeder, aber auch Würfel und kompliziertere Formen (24 oder 48 Flächen) sowie Kombinationsformen.
Durch seine außergewöhnliche Entstehung unter großer Hitze und großem Druck, hat er viele außergewöhnliche Eigenschaften.
Von vielen bekannt ist seine enorme Härte, wissenschaftlich spricht man von dem Härtegrad 10 auf der Mohshärte-Skala, also der maximale Wert. Das bedeutet, dass kein anderer bekannter Stoff einen Diamanten "ritzen" kann. Hier sprechen wir also von der "Ritz"-härte.
Es gibt aber auch die "Schleif"-härte. Auf diesem Gebiet ist der Diamant wieder nicht zu schlagen: Er ist ca. 140mal so hart wie die nächst härteren, Rubin und Saphir. Darum gilt er auch als unvergänglich.
Das Gewicht einzelner Diamanten wird traditionell in Karat angegeben, einer Einheit, die 0,200 Gramm entspricht (1 ct entspricht dem Gewicht eines Samens des Johannisbrotbaums (lat. Ceratonia siliqua).

In vorwissenschaftlicher Zeit wurden Diamanten bei Licht des Nordhimmels, in einem gefalteten Papier liegend, geprüft. Man beurteilte die Abweichung ihrer Farbe vom weißen Papier. Der Betrachter war dabei abhängig vom Wechsel des Tageslichts, von Rötlich am Morgen über Blau am Mittag bis zu Intensiv-Rot am Nachmittag und Abend.
Heute ist die Graduierungsumgebung standardisiert: Als Lichtquelle bei der Farb-Graduierung wird eine hochauflösende Tageslichtlampe benutzt, die Reflexionen des umgebenden Raumes werden sorgfältig in die Graduierung mit einbezogen, und die Auswahl und Anordnung der Vergleichssteine ist international genau festgelegt.
Die Farbe von Diamanten wird am verlässlichsten im Vergleich mit Mustersteinen bestimmt. Kein Messgerät kann dabei das menschliche Auge ersetzen.
Im Idealfall werden die einfallenden Lichtstrahlen durch kunstvolle Facettierung des Steins so umgelenkt - wobei die Facetten wie Spiegel wirken -, so dass optimale Reflexion (Brillanz) entsteht. Nur wenn exakt berechenbare Facettenflächen und Winkelmaße beim Schliff herausgearbeitet werden, kann der Stein ein Höchstmaß an einfallendem Licht zurückstrahlen.
Das Geheimnis der Brillianz ist mathematisch berechenbar.
Mehr Informationen über diamanten erhalten sie auf WIKIPEDIA(Thema Diamanten) oder auf unserer Seite DIAMANT.DE
